Endlich wieder auf dem Bau!

Nach 3 Wochen auf diversen Lehrgängen war ich auch endlich wieder auf der Baustelle arbeiten.

Meine Gesellen begrüßten mich fröhlich mit "Na Stift, lässt du dich auch mal wieder in der Firma blicken?"

Man merkt gleich - die haben mich vermisst :P- Kann man ja auch irgendwo verstehen. Da verlässt man sich darauf, dass der Azubi einem in der nächsten Woche hilft und zack ist er Montagmorgen in Weiterstadt auf einem Lehrgang und danach kommt die Schule und bald Zwischenprüfung (Auch so ein Thema :O , sie ist schon bald - da und irgendwie habe ich Panik...) und da ist man schon eine Weile weg. 

Das gehört aber auch zum Azubi-Leben dazu. Viele verschiedene Baustellen, die man da bedienen muss.

Für mich ging es diesen Montag erstmal los mit Türen schleifen und lackieren. Auf unserer Großbaustelle geht es dem Ende zu und ich durfte bei den letzten Türen helfen. 

Die alten Holztüren sollten einen schicken weißen Anstrich bekommen. Da ein paar von ihnen nicht mehr ganz zusammen hielten, mussten wir sie erst leimen bevor wie sie lackieren konnten. 

Nachmittags ging es dann richtig los...

Putz aufziehen an einer Fassade!

Habe ich ja schon gemacht - im BTZ und in der Schule und auf einem Lehrgang 

PUSTEKUCHEN - an einer Fassade (Sonnenseite) war das Ganze dann nicht mehr so witzig. Meine 2 Gesellen und der Chef hatten ihren Plan und ich stand irgendwo mittendrin und habe versucht, schnell und sauber mitzuarbeiten. Zwischendurch habe ich mich gefühlt, als sei ich immer im Weg, prinzipiell zu langsam und irgendwie Fehl am Platz.

Am Ende des Tages waren alle zufrieden mit meiner Arbeit.  Dafür, dass ich das erste mal Putz an einer Fassade aufgezogen habe, war es wohl gut. Für mich, als Struktur-Mensch, war es die reinste Katastrophe. 

"Jessica geh nach rechts" , "Jessica geh schnell rüber da muss ich hin", "Jessica mach die Leiter runter, ich muss unten reiben", "Warum hast das Werkzeug hingelegt, bist du etwa schon fertig ", "Jessica du musst mehr abziehen", "Schnell komm nach unten, wir brauchen hier deinen Eimer" usw usw.

Fazit war, dass ich völlig verwirrt war, was ich alles gleichzeitig machen soll und dabei immer drauf achten, niemanden im Laufweg zu stehen. 

Dabei war das in den Lehrgängen immer so einfach. Aber da trocknet einem auch nicht der Putz so schnell an ...

Naja, ich habe das erste Mal überlebt. Beim nächsten Mal weiß ich, wie das ganze abläuft und bin nicht so überfordert. 

Vom Kunden haben wir nach getaner Arbeit noch ein Eis spendiert bekommen. Besser kann der Tag doch gar nicht enden. In den kommenden Tagen wird das ganze dann noch gestrichen und dann ist hoffentlich ein weiterer Kunde glücklich und wir haben sein Leben ein bisschen bunter gemacht.

Denk immer daran, …

… es kommt auf Dich an, wie bunt Dein Leben ist!

Jessica Jörges

HI! ICH BIN JESSICA!

Auf Bunte Zukunft berichte ich euch regelmäßig über meine Ausbildung zur Malerin- und Lackierererin.

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