Jungmalerworkshop

Eine Woche Lehrgang in den Räumen der Maler- und Lackiererinnung Rhein-Main in Frankfurt. Der erste Jungmalerworkshop in den neuen Räumlichkeiten bei dem es darum geht, den Azubis grundlegende Arbeiten in kleiner Gruppe zu zeigen, die auf der Baustelle nicht so oft ausgeführt werden. Darunter fällt vor allem das Tapezieren von Mustertapete, welches man nicht einfach mal den Lehrling ausprobieren lässt. Die Tapeten werden weitgehend genau bestellt und die Bahnen werden vor Ort je nach Muster zugeschnitten und können nicht einfach weggeworfen werden.

Am Montag ging es damit los, dass unsere Kabinen aufgebaut werden mussten. Die einzelnen Holzteile mussten geschliffen werden und dann mit den Gipskartonplatten zusammengebaut werden. Dann war die erste Aufgabe, die Innenecken zu spachteln und an der Außenecke einen Eckwinkel zu setzten und diesen dann ebenfalls einzuspachteln. Danach schnitten wir die Sockelleisten und Stuckleisten (NMC Profile) zu. Wichtig dabei ist die richtige Gehrung zu schneiden, sonst passen sie nicht in die Ecke.

Der Dienstag fing an mit Spachteln, da alle Ecken ein zweites Mal gespachtelt werden mussten. Danach mussten die Löcher und Macken an der Tür mit 2K-Spachtel ausgebessert werden, damit wir am Nachmittag den Vorlack streichen konnten. Wer das alles erledigt hatte, durfte an der Fensterwand anfangen, die Mustertapete mit geradem Ansatz zu kleben. Gar nicht so leicht wenn jedes Zweier-Team ein Teilstück macht und am Ende alles gleich aussehen soll.

Am Mittwoch wurde die Tür wieder angeschliffen, damit am Nachmittag eine weitere Schicht Vorlack lackiert werden konnte. Endlich wurde tapeziert. Die Außenseite der Kabine sollte komplett mit Glattvlies geklebt werden - das hatte ich schon ein paar Mal gemacht. Die Innenseite wurde mit einer Makulatur (Untertapete) tapeziert, auf die dann die Mustertapete kommen sollte. Anschließend ging es wieder an die Fensterwand. Üben am richtigen Raum. Jacqueline (das Lehrmädchen der Firma Mensinger) und ich arbeiteten super im Team zusammen und waren deshalb auch zügig fertig.

Donnerstag ist Tapeziertag. Die grausame Efeutapete kam an die Wand. Nicht besonders hübsch, aber zum Üben von Tapezieren mit versetztem Ansatz war es ganz gut. Die Tür wurde noch einmal geschliffen und am Ende des Tages wurde die Endlackierung gestrichen. Wichtig: alles wurde old-fashioned mit dem Pinsel lackiert. Außerdem wurde die Rückseite der Kabine in Rubriken eingeteilt, damit dann ein Putz aufgezogen werden konnte. Eine aufregende Sache, da ich noch nie Putz aufgezogen habe. Es klappte relativ gut. Die Handhaltung war teilweise etwas ungewohnt und es landete relativ viel Putz auf dem Boden aber das Ergebnis war okay. Ich habe den Putz zwar an manchen Stellen etwas totgerieben und an anderen Stellen zu wenig aber für das erste Mal Putz aufziehen kann man das so lassen.

Am Freitag ging es dann an den Feinschliff. Die Rückwand wurde mit einer ansatzfreien Tapete geklebt, wobei man trotzdem darauf achten muss, dass das Muster schön geordnet ist. Die letzte freie Stelle der Kabine (Putzfeld) wurde gestaltete - mit dem Malerwappen und einem Schriftzug der Innung. Zunächst ging es ans Aufzeichnen und dann an das farbliche Anlegen der Wappen. Der Schriftzug wurde anschließend aufgeklebt und gestupft. 

Ich bin mit meiner Kabine sehr zufrieden. Auch wenn ich fast alles zum ersten Mal gemacht habe, hat es sehr gut funktioniert.

Denk immer daran, …

… es kommt auf Dich an, wie bunt Dein Leben ist!

Jessica Jörges

HI! ICH BIN JESSICA!

Auf Bunte Zukunft berichte ich euch regelmäßig über meine Ausbildung zur Malerin- und Lackierererin.

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