Pimp my Friseur

(13.09.2016) Nachdem ich gehört hatte, dass meine Lieblingsfriseurin umzieht, hatte  ich schon leichte Panik, mir eine Neue suchen zu müssen. Glücklicherweise stellte sich heraus, dass sie nur ein paar Häuser weiter einen größeren Laden aufmachen würde.

Ich erzählte ihr von meiner Idee und von meinem Blog und fragte sie, ob ich ihr nicht die Wandgestaltung im neuen Laden machen könne, um selbst eine kreative Technik auszuprobieren und um eine schöne Werbefläche für meinen Blog zu haben.

Eine echte Win-Win-Situation würde ich sagen.

Und so ging es erst einmal in die kreative Planung 

Die Technik, die wir ausgesucht hatten, ist eine Kalk-Press-Glätte-Technik namens Istinto von der Firma Dinova.

Nach ersten Vorschlägen war Chrissi (meine Friseurin) sofort begeistert und wir starteten mit den Vorbereitungen.

Das heißt: Materialbedarf ausrechnen, bestellen und planen, wann wir zu ihr kommen und die Arbeiten ausführen.
 

Als es dann soweit war, ging ich erst mit Carlo (einer meiner Gesellen und Lieblingsitaliener) in den Salon, um an einer Wand die alte Tapete abzukratzen. Ich arbeitete mit einer Spachtel, was sehr mühselig war, während Carlo mit seinem Super-Duper-Hightech-Bodenkratzer locker flockig die Tapete von der Wand kratzte.

Ganz klar: Ich brauche auch so ein Werkzeug für meinen Koffer.

 

Problem Nummer 2: die Farbe, mit der die Tapete gestrichen wurde, ließ, trotz Bearbeitung mit Stachelwalze und Co.,  kein Wasser durch. Wir mussten also erst die Farbe entfernen, dann wieder nass machen, um letztendlich die Tapete abzumachen.

Anschließend spachtelten wir die Wände und strichen sie dann mit Putzgrund. Ich durfte streichen und Denis (Geselle Nr. 2 – hat immer einen guten Tipp für mich parat) spachtelte die Wände.

Als dann die Istinto Kalk-Spachtelmasse aufgetragen wurde, durfte ich auch wieder mithelfen. Mit einer Zahnspachtel trugen wir das Material gleichmäßig auf und glätteten es anschließend mit einer Venezianerkelle. Nach kurzer Trockenzeit wurde die Struktur eingearbeitet. 

Bei den Gesellen sieht spachteln so einfach aus -  ich habe mich dabei mehr eingesaut als mir lieb war. Irgendwie wollte die Spachtelmasse nicht auf der Kelle bleiben, sondern lieber zurück in den Eimer oder auf meine Hand oder auf die Hose. Aber ich hoffe bei mir kommt das auch noch. Es hat trotzdem Spaß gemacht. Übung macht den Meister.

 

Jetzt musste die Wand erst einmal trocken. Zeit für eine verdiente Kaffeepause (für mich ohne Kaffee aber dafür mit Kuchen).

Nach dem Antrocknen mussten wir die Technik nun noch verdichten. Dabei wird das Material so verpresst, dass es an manchen Stellen ganz dicht ist und später nicht viel Farbe aufnehmen kann, während andere Stellen saugfähiger bleiben. So kommt es am Schluss zu einer Maserung. 

Der krönende Abschluss der Technik ist das Auftragen des Wachses. Dabei wird das Material dünn aufgetragen, als würde man die Wand feucht abwaschen. 

Das ist auf jeden Fall meine Lieblings-Aufgabe bei dieser Technik, aber auch die anstrengendste.

Das Ergebnis ist fantastisch geworden und ich freue mich schon auf die Einweihung am 17. September 2016 ab 14:00 Uhr im neues Hairlich by Christine in der Kronengasse 4 in Neu-Isenburg .

Dann darf ich mein Werk endlich mit Einrichtung und Deko und allem bewundern.

Ich freue mich drauf.

 

Denk immer daran, …

… es kommt auf Dich an, wie bunt Dein Leben ist!

Jessica Jörges

HI! ICH BIN JESSICA!

Auf Bunte Zukunft berichte ich euch regelmäßig über meine Ausbildung zur Malerin- und Lackierererin.

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