Trockenbau bis unters Dach

  • Dachgeschoss Wohnung verkleiden

Neue Erfahrungen im Trockenbau

Neuer Arbeitsbereich im Malerhandwerk Trockenbau

In der Berufsschule habe ich schon gesagt bekommen, dass es anstrengend sein soll, aber was genau das sein soll - keine Ahnung...

Jetzt weiß ich, dass es darum geht, mit Gipskartonplatten Decken und Wände zu verkleiden, um - wie bei unserem Auftrag - eine Holzvertäfelung und Dachbalken verschwinden zu lassen.

Am Anfang war das ja alles noch entspannt. Ich durfte meiner Lieblingsbeschäftigung nachgehen und alle 3 Räume (Küche, Wohnzimmer und Bad) erstmal abdecken und abkleben. Dann kam die richtige "Lehrlingsaufgabe"...: "Du kannst ja mal anfangen die Platten hoch zu tragen, wenn du das schaffst." - Kein Problem dachte ich - du bist ja keine Memme und trägst die halt hoch - haha nach 4 Platten war meine Euphorie irgendwie verschwunden (die Baustelle war ja nur im 3. Stock, aber egal).  Die Teile sind groß, unhandlich und schwer und das Ganze ist eben nicht so meine Lieblingsbeschäftigung.

Nach 20 Platten war ich dann platt; meine Arme taten weh, aber ich war mega stolz, dass ich so viel geschafft habe. Wahrscheinlich sagen jetzt einige, dass das noch gar kein Aufwand ist, aber als Frau war meine Leistung, glaube ich, schon nicht so schlecht.

  • Das große, schwere Übel

Dann folgte das Verschrauben der Unterkonstruktionen, damit ich in den nächsten Tagen die Dämmwolle anbringen konnte. Ja, die Dämmwolle - noch so eine tolle Arbeit. Das ist Mineralwolle - (für die, die sie nicht kennen) - es sind feine Glasfasern enthalten, die auf der Haut leicht (oder auch mehr) jucken. Ich bewaffnete mich sofort mit Handschuhen und zog diese auch über den Pulli, dass auf keinen Fall etwas von der Glaswolle an Hände oder Arme kommen konnte. Blöd ist nur, wenn einem die Nase läuft und man alle 10 Minuten die Nase putzen muss. Wenn dann noch dazu kommt, dass man eine Decke dämmt und die Fasern einem ins Gesicht fliegen und dann alles schön kribbelt, ist der Tag doch perfekt. Meine Gesellen hatten ihren Spaß, wenn ich niesend und kratzend in der Wohnung rumlief, um überall die Dämmwolle anzubringen. (Naja, immerhin war ich bei dem kalten Wetter schön im Warmen und musste nicht draußen an der Fassade arbeiten!!!)

  • Unterkonstruktion mit ein bisschen Dämmwolle
  • Glaswolle...
  • Glaswolle befestigen
  • Mein Werk

Nach der Dämmwolle wurde noch die Dampfbremsfolie angeklebt und anschließend die Platten verschraubt. Das war wieder etwas schwerer. Die Platten mussten in Position gehalten und verschraubt werden. Wer nette Gesellen hat, der hat es leicht. Denn dann geht das ganz schnell und man kann die Arme wieder runternehmen. Wenn sie einen ärgern wollen, lassen sie sich etwas mehr Zeit beim Verschrauben. Aber ich hatte Glück und alles klappte super. Danach durfte ich die Fugen verspachteln und mit einem Fugendeckstreifen versehen. Das war wieder mehr meine Arbeit und ich hatte sehr viel Spaß. Es dauert ein wenig, bis ich die Spachtelmasse richtig angerührt und ein Gefühl für das Wasser-Pulver-Verhältnis hatte. Auch, wie man am besten Kelle und Spachtel hält, um nicht die Spachtelmasse auf der falschen Seite zu haben, ist Übungssache - aber es hat sehr viel Spaß gemacht. 

Die Arbeit an den Dachschrägen war etwas kniffliger. Der Balanceakt in luftigen Höhen wurde mit einigen geschickt in Stellung gebrachten Bohlen erleichtert. Nachdem alle Platten verschraubt waren, musste alles komplett verspachtelt werden, damit eine ebene Wand entsteht.

  • einmal Lächeln bitte :D
  • Dachstuhl Dämmen
  • Mittagessen ist wichtig
  • alle fleißig am Arbeiten

Denk immer daran, …

… es kommt auf Dich an, wie bunt Dein Leben ist!

Jessica Jörges

 

 

HI! ICH BIN JESSICA!

Auf Bunte Zukunft berichte ich euch regelmäßig über meine Ausbildung zur Malerin- und Lackierererin.

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