Weltmeisterschaft 2019 - Russland

  • was ein Erlebnis - mir fehlen immer noch die Worte

So lange haben wir uns alle auf diesen einen Moment vorbereitet und dann ist auch schon wieder vorbei.

Wie unsere Teamleader im Pre-Camp uns gesagt haben – eine Achterbahnfahrt – jeder von uns hatte Höhen und Tiefen, Stunden, in denen alles läuft und teilweise Minuten, in denen alles schief geht – aber alle haben eins gemeinsam: die Zeit verfliegt so schnell und man muss schneller wieder aussteigen als einem lieb ist.

Im Vorbereitungscamp im Taunus ging es noch einmal darum, uns als Team zu formieren, einen Schlachtruf zu planen und vor den wichtigen Tagen etwas Ablenkung zu schaffen. 

Und dann ging es am Sonntag nach Frankfurt zum Flughafen und von dort aus nach Kazan.

Die Stimmung im Team war super und so war es kein Problem, nachts um 1 im Village anzukommen und dort ein wenig „Zeit zu verbringen„ (2 Stunden) bis alles aus der Sicherheitskontrolle wieder draußen war und wir alle unsere Dokumente hatten. Dann endlich konnten wir ins Bett fallen.

Der 1. Tag bestand aus einer kleinen Eröffnungsfeier im Village mit allen Teilnehmern, bei der wir die Fahnen der 63 Nationen hissten und zum Zeichen des Umweltschutzes für jedes Land einen Baum pflanzten – danach ging es zur Stadttour durch Kazan. Eine wirklich beindruckende Stadt mit wunderschönen Bauten – wir sahen leider nur einen Teil – meine Eltern jedoch, die mit Family und Friends mitgeflogen sind, haben richtig tolle Bilder mitgebracht.

 

Von denen werde ich hier mal ein paar zeigen:

Nach unserer Stadttour ging es für alle auf die Rennbahn von Kazan. Dort wurde uns die Tartarische Kultur näher gebracht. Es gab Pferderennen und mega leckeres Essen :P

 

Der nächste Tag war der wichtigste vor unserem Wettbewerb. Jeder von uns durfte an seinen Skill auf die EXPO und dort Vorbereitungen treffen und teilweise Werkzeuge und Materialen testen und ausprobieren. Bis abends werkelte ich an meiner Kabine – leider gibt es wegen der Vorschriften von diesem Tag keine Fotos.

Einen Tag vor dem Wettbewerb gab es für uns alle noch einmal Ablenkung. Wir waren beim Projekt "One School One Country (OSOC)".Jede Nation bekommt eine russische Schule zugewiesen – welche besucht wird. Wir hatten eine deutsch-russische Schule, die sich super lieb bei uns vorstellte. Wir bastelten tartarische Hüte, lernten unsere Namen auf russisch zu schreiben und hatten jede Menge Spaß. Wir bekamen traditionelle Pfannkuchen und Tee und anschließend tanzten wir draußen bei einem kleinen Fest, welches die Schüler für uns organisiert hatten. Abends ging es dann zur großen Eröffnungsfeier im Fußballstadion in Kazan. Es war einfach voll und beim Einlaufen waren wir alle komplett überwältigt. Die Show war einfach der Hammer – ein riesen Erlebnis einfach.

  • Eröffnungsfeier im Fußballstadion Kazan
  • !

Und dann ging es los - Tag 1 auf dem EXPO Gelände – die Arbeit beginnt.

Am ersten Tag war meine Aufgabe, die Tapete zu kleben, Farben anzumischen und den Grundton für den Speedwettbewerb zu streichen. Außerdem bereitete ich meine Tür vor und zeichnete das Logo auf.

Tag 2 wurde die Tür weiter bearbeitet, das Logo angefangen auszumalen, die kreativ Technik begonnen. Der Speed-Wettbewerb war am Mittag.

Tag 3 musste die Schrift vom Logo fertig gestellt werden, außerdem die kreativ Technik und die Tür

Am Tag 4 hatten wir also nur noch das Logo fertig auszumalen

Für unseren gesamten Auftrag hatten wir 20 Stunden Zeit.

Das war jetzt die schnelle /sachliche Erklärung. In echt war es viel emotionaler – natürlich klappte nicht immer alles so, wie ich das geplant hatte. So lief mir zum Beispiel meine Lackierpistole aus und ich musste in meinen 15 Minuten Zeitzone diese noch auseinander bauen, sauber machen und wieder zusammen bauen. Auch bei der Grundierung für die Tür platzte ein Stück Lack ab und ich musste es ausbessern. Solche Arbeitsschritte kosten natürlich immer ein wenig Zeit, die ich am Ende bei meinem Logo gebraucht hätte.

  • Wettbewerbstage :
  • viel zu tun - aber das Ergebnis war top

Ergebnis: Platz 5.
Auch wenn es kein Platz auf dem Treppchen ist bin ich über diesen 5. Platz sehr zufrieden, denn in dem Moment habe ich aus jeder der Situationen das beste herausgeholt.

Hierbei noch einmal Gratulation an Stefan Planitzer (Österreich 1), Daniela Ziller (Schweiz 2) und Mathilde Mortier (Frankreich 3) - ihr habt einen super Job gemacht und ich habe mich mega gefreut, euch kennen zu lernen.

Nach meinem Wettbewerb wurde es erst einmal richtig emotional – wenn so viele Menschen einem zujubeln, weil man eine super Arbeit gemacht hat, dann ist das ist einfach ein unbeschreibliches Gefühl.

Danach bin ich von Skilll zu Skill auf der EXPO gelaufen, um beim restlichen deutschen Team nachzusehen wie sie fertig werden und natürlich um mitzujubeln – natürlich wollte ich die EXPO auch noch einmal sehen. 

  • es war eine so tolle Zeit - mit so vielen Eindrücken

Diesen Abend war dann der deutsche Abend. Zusammen mit Familie und Freunden und dem ganzen deutschen Team feierten wir in einem russisch/ deutschem Brauhaus. Ein mega Abend – eventuell auch ein wenig feucht fröhlich :D Aber das hatten wir uns alle verdient.

Am letzten Tag gab es dann vormittags nichts mehr zu tun außer zu packen und abends auf die Siegerehrung zu gehen.

  • eine sehr gelungene Party

Für mich hat es ja leider nicht für das Treppchen gereicht aber unser Zimmerer und Fliesenleger konnten Gold abräumen, auch die Betonbauer räumten ab und holten Bronze und in Robot System Integration und Industrie 4.0 bei den Future Skills erhielten wir Bronze.

Außerdem holten 19 von uns eine Medallion for Ecellence. Diese bekommt man, wenn es bei einer herausragenden Leistung nicht für das Treppchen gereicht hat (hat was mit der Punktevergabe zu tun - ab 700 Punkten gibt es eine).

So war unser Team trotzdem mega erfolgreich.

Was leider nicht so toll war, dass es bei der riesigen Siegerehrung nur 9 Grad warm war und wir alle in unseren Anzügen halb erfroren sind. Dabei habe ich mir eine richtig schöne Erkältung eingefangen.

  • Glücksbringer Bär immer dabei!

Es war sehr schön wieder zuhause anzukommen und die Familie wieder zu sehen, aber es war auch sehr schade so ein wunderbares Erlebnis zurückzulassen.

Im nächsten Beitrag gibt es ein paar Bilder von den Tagen nach dem riesen Event – wenn der Beitrag nicht schon vor Bildern geplatzt ist :D ich weiß gar nicht, welche ich auswählen soll es sind so viele.

Wenn du Lust hast, kannst du auch mal bei WordSills Germany stöbern. Dort gibt es Berichte und natürlich auch ganz viele Bilder. Dort sind alle Teilnehmer von Deutschland zu finden.

  

Denk immer daran...

....es kommt auf dich an, wie bunt dein Leben ist!

  • ein paar Impressionen

HI! ICH BIN JESSICA!

Auf Bunte Zukunft berichte ich euch regelmäßig über meine Ausbildung zur Malerin- und Lackierererin.

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